Dieses Bild gehörte im Sommer leider zur Tagesordnung und erregte verständlicherweise großen Unmut in der Bevölkerung. Die Landesregierung muss dringend überregionale Verkehrslösungen einleiten!

Nichts geht mehr...

In der heurigen Sommersaison war Zell am See häufig in den Schlagzeilen. Die Pinzgauerinnen und Pinzgauer hatten täglich mit Stau und durchschnittlichen Wartezeiten von 20 bis 40 Minuten - vor allem aus Richtung Bruck kommend - zu kämpfen.
Kein Wunder, dass hier in der Bevölkerung großer Unmut herrschte.
Zell am See ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und mittlerweile sind sich alle Verantwortlichen einig, dass es sich hier um ein regionales Problem handelt. Die Stadtgemeinde Zell am See kann nicht alleine die Verkehrsproblematik für den ganzen Bezirk lösen.

Aussagen, wie jene des Herrn Cyriak Schwaighofer - seines Zeichens Klubobmann der Grünen im Landtag - dass wir uns selber bei der Nase nehmen sollen, da der Stau hausgemacht sei, sind unüberlegt und populistisch. Vielmehr sollte die  Landesregierung, in der ja bekanntlich auch die Grünen sitzen, mit den Gemeinden und Betroffenen gemeinsam möglichst rasch nach Verkehrslösungen suchen.

Land handelt erst nach massivem Druck der Gemeinden und Medien

Erst nach mehrfachen Medienberichten und massiver Kritik aus der Region wurde das Land unter Federführung von Verkehrslandesrat Mayr nun endlich tätig.
Eine Untersuchung bezüglich Aufweitung der B311 und B168 von Bruck nach Schüttdorf, bzw. zwischen den Kreisverkehren Lutz und PEZZ wurde vom Land in Auftrag gegeben. Ergebnisse liegen uns bis dato leider noch nicht vor.
Außerdem wird auch seitens des ÖPNV nach Lösungen gesucht. Hierzu fand ein Startworkshop statt. Grundsätzlich wurde dabei festgestellt, dass die Verkehrsproblematik im Raum Zell am See, wie schon vorher erwähnt, ein regionales Problem darstellt und alle Gemeinden an einem Strang ziehen müssen.
Vorgesehen sind in weiterer Folge Workshops gemeinsam mit den Gemeinden, Tourismusverbänden und der Wirtschaft, um eine Lösung der bestehenden Verkehrsproblematik zu finden. Hierzu gehört unter anderem die Verbesserung des Öffentlichen
Verkehrs und dessen Attraktivierung. Das Ziel dieser Workshops ist ein Positionspapier, das im nächsten Jahr vorliegen soll.
Zur Erklärung: Der ÖPNV Pinzgau ist ein Regionalverband, in dem alle 28 Gemeinden des Pinzgaus vertreten sind. Er koordiniert den öffentlichen Verkehr und verhandelt für den Bezirk mit dem Verkehrsverbund und dem Land.
Kurzfristig wurde gefordert, die Ausfahrtssperre im Bereich der EK „Bruckberg“ umgehend wieder zu öffnen. Hierzu finden derzeit Verhandlungen mit der Eisenbahnbehörde des Landes statt, um noch vor der Wintersaison eine vernünftige Lösung zu finden.

“Gesamtpaket“ statt nur lokaler und punktueller Lösungen

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass ein Gesamtkonzept erarbeitet werden muss, in dem sowohl die Entlastungsstraße Schüttdorf als auch lokale Verbesserungen im Bereich der Kreisverkehre PEZZ und Lutz geprüft, und in späterer Folge zeitnah realisiert werden können. Außerdem muss der öffentliche Verkehr in der Region ausgedehnt und attraktiviert werden.
Das Verkehrsproblem in Schüttdorf ist nicht nur eine Angelegenheit des Zentralraums Zell am See, sondern des gesamten Bezirks. Die Region wird sich mit den Problemen auseinandersetzen, Lösungsvorschläge erarbeiten und diese Lösungen beim Land einfordern.